Freitag, 18. Juli 2014

Sommerliche Impressionen


Warum denn in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah …

Gelber Sonnenhut
Malve
Königskerze
Blutweiderich
Schafgarbe
Storchschnabel
 
  Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.
(Christian Morgenstern)
 

Gartenhibiskus
Calla
Rote Taglilie
Gelbe Taglilie
Gelber Sonnenhut
Roter Sonnenhut
Gelber Sonnenhut
Weißer Sonnenhut
Hybrid Roter/Weißer Sonnenhut
Yucca
 
In der Natur fühlen wir uns so wohl, weil sie kein Urteil über uns hat.
(Friedrich Nietzsche)


Flammenblume (Phlox)
Bauernhortensie
Tellerhortensie
Japanische Anemone
Gelber Lerchensporn
Roter Spierstrauch
Weißer Spierstrauch

Wie viel ich Täuschung auch erfuhr im Leben und im Lieben,
du bist mir allzeit, Natur, du bist mir treu geblieben.
(Emanuel Geibel)

Petunie
Hängepetunie
Verbene
Hängebegonie
Callas
Knollenbegonie

Zottiges Weidenröschen - eine selbst angesiedelte "Wildblume" :-)
Teichfrosch


Die ständige Erneuerung der Natur hilft uns ein wenig über die Schrecken des eigenen Verfalls hinweg.
(Harald Nicolson)



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Dienstag, 15. Juli 2014

Ein nächtlicher Dieb auf der Terrasse ?!?


Die Futterstelle auf meiner Terrasse sah am 14.07.20014 kurz vor Mitternacht wie immer aus – Igelfutter, Trockenfutter für Katzen, der Teller für Frischfleisch (war von den Katzen bereits leergeräumt) und der Wassernapf.
 
Daher traute ich meinen Augen kaum – am frühen Morgen fehlten der Napf mit dem Igelfutter und der leere Teller, beide aus Porzellan …
 
Wer hatte in der Nacht denn an diesem „Geschirr“ Gefallen gefunden ???

Ich habe die Videos bewusst nicht zusammengeschnitten, um den Originalton zu erhalten – es scheppert so schön. ;-)
Aber seht selbst, wer der Dieb ist …

 
 
 
 
Die Näpfe habe ich gefunden, einer lag auf der obersten Treppenstufe – sein Fall wurde durch einen Ast der Kletterhortensie gebremst.
Den Teller hat der Igel durch die Buchsbaumhecke geschoben, er ist auf dem Steigartenhang gelandet – auch er blieb unversehrt.
Bleibt die Frage – was hat er eigentlich gegen Porzellan? Oder wollte er damit demonstrieren, dass ihm nur an dem Katzentrockenfutter gelegen ist?
Das Porzellan werde ich jetzt wohl sicherheitshalber austauschen, der Igel soll sich bei seiner nächtlichen Schwerstarbeit ja nicht noch verletzen.
 


Sonntag, 13. Juli 2014

Neues vom Igel


Es ist schon interessant zu sehen, wie Igel ihre Nahrung vor der Aufnahme „zubereiten“.
Ein wenig Geduld muss man allerdings haben, Igel haben die Ruhe weg – und ich bin bei der Videobearbeitung noch beim Üben … J
 
 
 
 
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Freitag, 11. Juli 2014

Teichfilter selbst bauen …


… endlich klares Wasser im Gartenteich

Ein Teich bereichert einen Garten, denn schon bald nach seiner Anlage entwickelt sich ein Biotop, in dem sich Kleinstlebewesen ansiedeln, von denen wiederum auch Molche, Frösche, Unken, Kröten und Ringelnattern angezogen werden.

Meine Teichanlage besteht seit ca. 15 Jahren und ist mit Fischen besetzt – und daraus ergab sich immer das Problem, dass das Wasser sehr trüb und grün veralgt war.
 
Besonders schlimm war die Wasserqualität im zeitigen Frühjahr, wenn das Eis endlich weg war – das Wasser war dann immer kurz davor, sich in Jauche zu verwandeln. Es musste abgepumpt und durch Frischwasser ersetzt werden.
Auch mit einem teuren Druckfilter mit UV-Licht, der vom Frühjahr bis zum Frosteintritt lief, ließ sich die Wasserqualität nicht merklich beeinflussen.
In diesem Jahr versuchte ich es im Frühjahr dann mit einer Pflanzinsel – angeblich entziehen die Pflanzen dem Wasser Nährstoffe und wirken als biologische Filteranlage.
Das mag für kleine Teiche zutreffen und bei großen Teichen durchaus günstige Wirkungen haben – aber eine Klärung eines völlig verschlammten Teiches war wohl aussichtslos (die Teichfrösche haben diese Insel aber gut angenommen).

Im Internet gibt es viele Beispiele für selbstgebaute Filteranlagen für Koiteiche. Und da ich noch eine 200-Liter-Regentonne und eine funktionstüchtige Bachlaufpumpe hatte, wurde aus einfachen Mitteln eine Filtertonne zusammengebaut. Es sollte möglichst preiswert sein, denn meine Skepsis war groß, nachdem ich bereits einige finanzielle Mittel erfolglos in die Klärung des Teichwassers investiert hatte.


Das Ergebnis war aber einfach verblüffend – bereits am nächsten Tag konnte man eine Verbesserung der Wasserqualität feststellen und nach nur einer Woche war das Teichwasser klar und auch die Fische sichtbar!


 
Natürlich muss die Tonne noch oft gereinigt werden (zurzeit hält sie aber schon 3 Wochen durch), denn es ist schon erstaunlich, wieviel Schlamm sie aus dem Teichwasser filtert. Aber es funktioniert und das Wasser ist auch nach 2 Monaten Betrieb mit Hitzeperioden, die immer von besonders starker Algenblüte begleitet waren, immer noch klar (und das ohne zusätzliches UV-Licht).
Um auch anderen geplagten Gartenteichbesitzern zu zeigen, wie leicht und auch preiswert es eigentlich ist, einen solchen Filter zu bauen, habe ich bei der letzten Reinigung mal ein paar Fotos zum „Innenleben“ meiner Tonne gemacht.

Der Einlauf von der Pumpe erfolgt über ein handelsübliches Abflussrohr im Innern zum Tonnenboden und hat über ein T-Stück zwei Ausläufe (das Schmutzwasser wird dadurch besser verteilt und gleichmäßig durch die Filterschichten gedrückt).


Das gefilterte Wasser läuft über ein Abflussrohr mit etwas größerem Durchmesser nicht direkt in den Teich, sondern vorerst zur zusätzlichen Sauerstoffanreicherung über Lava- und Kieselsteine (ein etwas unterhalb der Filtertonne aufgestellter Mörtelkasten, in den ebenfalls ein Abflussrohr eingeklebt wurde und der völlig zugewachsen nicht sichtbar ist) und erst dann in den Teich.

Am Tonnenboden wurde ein weiterer Ablauf angebracht, damit vor der Reinigung das Wasser entleert werden kann. Sowohl der Zulauf von der Pumpe als auch der Ablauf am Tonnenboden sind mit Abstellhähnen versehen.


Damit der Schmutzwasserzulauf am Tonnenboden immer offen bleibt, erhielt ein Blumenuntersetzer mehrere Löcher (mit einem Lötkolben geht das ganz schnell – aber unbedingt im Freien durchführen!) und wurde umgekehrt unter das T-Stück geschoben und darüber ein ohnehin „durchlöchertes“ Körbchen (habe ich in der Haushaltsabteilung im toom-Baumarkt entdeckt) gestülpt. Gegen Verrutschen wurde das Ganze mit ein paar Steinen passender Größe gesichert. Gegen das Verstopfen des Bodenablaufes helfen die Klobürstenköpfe, sie dienen gleichzeitig der Oberflächenvergrößerung.

Diesen Zweck verfolgt auch die erste Filterschicht – sogenannte „Filterballs“. Man kann sie ziemlich teuer im Fachhandel kaufen – oder aber selbst herstellen. Ein alter Spiralschlauch, der ohnehin brüchig war, wurde in 5 – 7 cm lange Stücke geschnitten und die Teile in einen Kartoffelsack gesteckt. Damit sind sie bei der Reinigung leicht zu entnehmen und können sich auch nicht unter das Körbchen schieben.


Auf die Schlauchstücke kommt Baugaze (gibt´s im Baumarkt), ein hervorragendes Filtermaterial, das sich auch gut reinigen lässt. Ich hänge sie immer auf die Ligusterhecke und spritze sie mit einem scharfen Wasserstrahl ab.


Auf die Gaze kommen übereinander zwei blaue Filtermatten aus dem Zoohandel, die Lücken an der Tonnenrundung und am Rohr werden mit Kartoffelsäcken ausgestopft. Auch Kartoffelsäcke sind gutes (und kostenloses!) Filtermaterial, das problemlos gereinigt werden kann. Ich lege die verschlammten Säcke auf der Wiese aus und spritze sie einfach ab (die Wiese ist für die zusätzliche Wasser- und Düngergabe auch sehr dankbar).


Auf die blauen Matten folgt eine dicke Schicht aus Haushaltsschwämmen und Schaumgummi-Zuschnitten, hier erfolgt bereits eine Feinfilterung.


Die Reinigung der Schwämme erfolgt grob auf der Wiese, den Rest erledigt das 15-Minuten-Programm meiner Waschmaschine (natürlich ohne Zusatz von Waschmitteln!).
Auf die Schwammschicht lege ich Baugaze (muss sicher nicht sein, das Stück hatte ich aber noch da).


Darauf folgt zur Vergrößerung der Oberfläche und Anhaftung von Mikroorganismen eine Schicht groben Blähtons. Den habe ich in feine Gazesäckchen gebunden (das waren mal Kosmetikschwämme), damit eine mühelose Entnahme, Reinigung und Wiederverwendung erfolgen kann. Das Material ist aber sehr zart und reißt schnell ein. Vielleicht nähe ich irgendwann mal passende Säckchen aus einer alten Gardine.

Auf den Blähton kommen zwei Matten aus feinem Schaumstoff (das war mal die Auflage einer ausrangierten Campingliege). Die Reinigung erfolgt wie bei den Schwämmen, erst grob auf der Wiese und dann mit der Waschmaschine.


Abgedeckt wird das Ganze mit einer Lage Filterfließ aus dem Fachhandel.


Ursprünglich hatte ich darüber noch eine Lage Filterwatte (Glasfaserwatte), aber die empfinde ich sehr unangenehm auf der Haut und lasse sie daher jetzt weg, ohne dass das Filterergebnis dadurch schlechter wird. Für die Fische ist es sicher auch besser, wenn die feinen Glasfaserbruchstücke nicht in das Teichwasser gelangen.
Obenauf kommen zur Beschwerung und Sauerstoffanreicherung Kieselsteine, die ebenfalls zur besseren Entnahme und Reinigung in Kartoffelsäcke eingebunden wurden.


Diese Kieselsäcke liegen bei der gereinigten Filtertonne vollständig unter dem gefilterten Wasser. Mit zunehmender Verschlammung des Filtermaterials werden sie allmählich nach oben gedrückt und sind ein guter Indikator für den Zeitpunkt der Reinigung der Filtertonne. Ragen sie bis an den Tonnenrand und setzt sich bereits Schlamm an den Kieselsteinen ab, ist höchste Zeit für die „große Filterwäsche“.


Filtertonne nach der Reinigung
Filtertonne verschlammt

Das Ergebnis hat mich bisher voll überzeugt. Die Filtertonne ist auch so platziert, dass der Gesamteindruck im Garten nicht gestört wird und man trotzdem bei der Reinigung gut an sie ran kommt. Und von der Terrasse aus ist sie auch kaum zu sehen.