Donnerstag, 3. Juli 2014

Wenn man vom Teufel (spricht) schreibt ...


Manchmal gibt es doch wirklich merkwürdige Zufälle …

Gerade hatte ich geschrieben, dass sich in diesem Jahr noch kein Igel auf meiner Terrasse blicken ließ – und prompt kam einer in der Nacht zum 1. Juli und inspizierte das Katzentrockenfutter, an dem er offensichtlich Gefallen gefunden hat.

Schnell noch ein paar Flöhe zurück lassen ...

Denn auch in der darauf folgenden Nacht kam er wieder. Allerdings hielt er nicht viel vom extra bereitgestellten „Igel-Spezialfutter“ (industrielle Mischung aus Insektenschrot, Nüssen, getrockneten Früchten und allerlei anderen Zusätzen). Katzenfutter sagt ihm wohl mehr zu – nun ja, jeder wie er es eben mag.
 

Das Igelfutter interessierte dafür am frühen Morgen den Zaunkönig – der Geschmack im Tierreich ist halt auch sehr verschieden. :-)






Sonntag, 29. Juni 2014

Wenn nur ein Trog da ist ...

... die hungrigen Gäste stellen sich von selbst ein.


Zugegeben, das Sprichwort lautet etwas anders – aber Schweine waren wirklich noch nicht da.
Dafür bedienen sich aber unaufgefordert viele andere hungrige Gäste am Futter, das eigentlich für meine Katzen gedacht ist.


In der kalten Jahreszeit kamen viele Vögel auf die Terrasse, obwohl ich im Garten ausreichend Futterstellen eingerichtet hatte und immer reichlich artgerechtes Futter zur Verfügung stand. – Bilanz des letzten Winters: ca. 450 Meisenknödel, 200 kg gemischtes Körnerfutter, 15 kg gehackte Erdnusskerne, 5 kg Futterrosinen und dazu natürlich noch Äpfel.
Ganz schön groß der Brocken für eine Kohlmeise
Was die Kohlmeise schafft, kann das Rotkehlchen auch ...
Der Amselhahn kam immer in der Morgendämmerung

Es gibt auch (unverschämt) gefräßige Gäste - erst räumen sie die
Katzennäpfe leer und dann die Nistkästen der kleinen Vögel
Auch fremde Katzen wissen, wo sie schnell ihren Hunger stillen können (auf das Problem der ausgesetzten und streunenden Katzen habe ich an anderer Stelle bereits hingewiesen).

Dieser graue, unkastrierte und sehr scheue Kater kam schon über
ein Jahr lang regelmäßig in der Nacht. Mit dem Aufstellen der
Pfoten auf das Futter demonstriert er seinen Besitzanspruch.
Ich habe ihn schon ein paar Wochen nicht mehr gesehen.


Auch dieser Kater ist scheu, unkastriert und herrenlos. Er tauchte plötzlich im
Herbst des vergangenen Jahres hier auf und kommt seitdem täglich vorbei ...
... sehr zum Ärger von "Willy", der ihn manchmal aus sicherem Versteck
beobachtet, um ihn im geeigneten Moment anzugreifen


"Streuni" kommt schon länger, auch er ist scheu, unkastriert und sehr
dominant, was häufig zu Auseinandersetzungen mit "Willy" führt.


Dieses Tier ist vermutlich weiblich und hat wahrscheinlich auch einen
Besitzer, denn sie kommt nur manchmal.


Diese wildfarbene Katze kam im Winter öfters zum Fressen, jetzt habe
ich sie schon längere Zeit nicht mehr gesehen.

Aber auch Katzen aus der Nachbarschaft, von denen ich weiß, dass sie gut versorgt werden, schauen immer mal vorbei (woanders schmeckt es halt immer besser).  ;-)

Nachbars "Oma" - sie ist schon 17 Jahre alt - begutachtet immer mal mein
Angebot und frisst hier auch Futter, was sie bei ihren Besitzern verschmäht
Auch das ist ein kastrierter Kater (weiß-gelb) aus der Nachbarschaft, der sich
manchmal in der Nacht herwagt und auch immer wieder schnell verschwindet
Auch die Katze mit dieser schönen Fellzeichnung tauchte im Winter hin und
wieder nachts auf. Sie macht einen sehr gepflegten Eindruck und hat
vermutlich auch Besitzer in der näheren Umgebung

An manchen Tagen waren morgens alle Futternäpfe so leergeräumt, dass noch ein anderer Besucher kommen musste. Zuerst hatte ich einen Fuchs im Verdacht, da ich schon einen durch den Garten laufen sah.
Und dann ging der nächtliche Besucher in die Fotofalle – ein großer, mir völlig unbekannter gelber Hund, der nicht aus der unmittelbaren Nachbarschaft zu stammten scheint. Er trägt aber ein Lederhalsband und büxt vermutlich nur in der Nacht immer mal aus.



Wenn die Dunkelheit eingesetzt hat, kommen sie aus ihren feuchten Verstecken – die Tigerschnegel (Limax maximus), eine Nacktschneckenart, die sich überwiegend von tierischem Eiweiß und Pilzen ernährt. Auch sie nehmen meine nicht ausgesprochene Einladung zum nächtlichen Festmahl an und machen sich über das Katzenfutter her. 23 Exemplare dieser „Schneckenmonster“ (sie werden bis 20 cm lang) war bisher die höchste Anzahl die ich an einem Abend an den Katzennäpfen gezählt habe.



Solange ich hier wohne (es werden schon 17 Jahre - Wahnsinn, wo die Zeit hin ist ...) kamen bei Einbruch der Dämmerung auch immer Igel auf die Terrasse. Leider habe ich in diesem Jahr noch keinen meiner stachligen Freunde gesehen - ein trauriges Zeichen.

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Sonntag, 1. Juni 2014

Aber bitte mit Inhalt ...


Eine etwas merkwürdige Werbung hatte ich heute in meinem Posteingang.
Bildschirmfoto 

Nun zerbreche ich mir schon den ganzen Tag den Kopf darüber, warum ich ausgerechnet am Kindertag eine solche Werbung erhalte und zu welchem Anlass ich dieses nette Höschen tragen soll.
Oder wollte der Werbende mir nur zeigen … „da war doch noch was?“
Also bitte schön, wenn Sie mir schon einen „Boxer mit optimaler Passform und aus natürlichem Material hergestellt“ gratis zusenden wollen, dann bitte auch mit Inhalt.

Für eine leere Herrenhose habe ich nämlich keine Verwendung!
 
 
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Sonntag, 25. Mai 2014

Auf einmal war es wieder ein Trio ...

... oder, wie ich zu meinen Stubentigern kam -  letzter Teil
 
In unserer Gegend tauchen immer wieder streunende Katzen auf (meistens im Spätherbst), wenn die Nahrungssuche in der freien Natur schwieriger wird. Sie ziehen sich dann dorthin, wo ohnehin Katzen gefüttert werden bzw. für Vögel eingerichtete Futterstellen mehr Beute versprechen.
Schon längere Zeit hielten sich hier regelmäßig zwei unkastrierte Kater auf - einer vermutlich wild aufgewachsen, da sehr scheu - der andere trug ein rotes Halsband, das bedrohlich eng war und nur mit einem beherzten Scherenschnitt entfernt werden konnte. Dazu gesellte sich ein kastrierter Kater (ich nannte ihn „Gaschi“) aus der Nachbarschaft, dem das Futter seines „Dosenöffners“ offensichtlich nicht zusagte.
Ausgang des Winters 2010/2011 tauchte dann noch eine zierliche Katze auf, sehr ängstlich, aber äußerst aggressiv am Futternapf, wenn es galt die körperlich überlegenen Kater auf Abstand zu halten.
Auch dieses Tier ordnete ich der Nachbarschaft zu, denn zu „Gaschi“ gehörte angeblich noch eine graue Katze, die sehr scheu sein sollte. – Ein Irrtum, wie sich später herausstellte.

"Mietzi" II.
 
Dieses Tier war sehr scheu, kam aber nahezu täglich abends auf die Terrasse und suchte nach Futter, verschwand aber sofort, wenn man auch nur die Tür öffnete. Umso verwunderlicher war das Verhalten dieses Tieres Pfingsten 2011, es war ein sonniger und warmer Tag.
Diese scheue Katze kam im Garten mauzend auf mich zu, schmuste schnurrend um meine Beine und ließ sich streicheln… Dann ließ sie kurz von mir ab und mauzte einen eindeutigen Lockruf in Richtung meiner Garage. Das war verdächtig. Also nahm ich sie auf den Arm (was sie schnurrend zuließ), um mir ihre Bauchseite anzusehen. Und da war dann klar, dass sie Junge säugte, die jetzt so groß waren, um ihr Versteck unter meiner Garage zu verlassen. Nun ja, es waren 3 scheue Katzenkinder, die nun Festnahrung brauchten und an den Menschen gewöhnt werden mussten.
 

Als ich sie fast handzahm und „Mietzi“ sie entwöhnt hatte, brachte ich zwei Kätzchen ins Tierheim zum Vermitteln (es kostete einige Überredungskünste, um sie dort abgeben zu können), eine Katze fand hier im Ort ein Zuhause.
„Mietzi“ ließ ich kastrieren und sie war der Meinung, dass sie ihr neues Domizil bereits gefunden hatte. Mit „Benny“ verstand sie sich schnell, jetzt sind sie unzertrennlich, schmusen miteinander und betreiben gegenseitig Fellpflege. Manchmal raufen sie auch, aber man merkt, dass es nur Spiel ist.

Im Frühjahr 2013 tauchte plötzlich ein grauer Kater in meinem Garten auf und es gab ständig Stress mit den bereits vorhandenen Streunern.
 
Dieser Kater war sehr dominant und setzte überall seine „Duftmarken“, was natürlich alles andere als angenehm war. Er war vorsichtig, aber nicht scheu und hatte eindeutig bei Menschen gelebt und auch keine diesbezüglichen schlechten Erfahrungen gemacht.
Nur Artgenossen mochte er offenbar nicht und versuchte, alle anderen Katzen aus dem Revier zu vertreiben, wobei er auch keine Geschlechtsunterschiede machte.
„Benny“ und „Mietzi“ trauten sich schon nicht mehr in den Garten, da er sie mehrmals angegriffen hatte.

Also fing ich auch Kater „Willy“ ein (es ging besser als ich vorerst befürchtete) und ließ ihn kastrieren.
Er ist ein stattlicher Kater und sehr selbstbewusst, aber äußerst menschenbezogen und verschmust. – Aber Artgenossen mag er nach wie vor nicht.



Inzwischen toleriert er „Mietzi“ und „Benny“, aber diese beiden haben seine früheren Angriffe nach nunmehr einem Jahr immer noch nicht vergessen. Beide haben nach wie vor Angst, trauen sich nicht raus, knurren und fauchen, wenn er nur in ihre Nähe kommt. Sie werden mit Sicherheit auch keine Freunde mehr.

"Benny" verkriecht sich unter der Eckbank, wenn "Willy" im Haus ist ...
 

... und "Mietzi" zieht es vor, gleich draußen zu bleiben.
 
Sie sind ein Trio – „Benny“, „Mietzi“ und „Willy“ – aber eigentlich auch nicht.
Also habe ich mich dazu entschlossen, für „Willy“ ein neues Zuhause zu suchen, wo er seine Menschen für sich hat, ohne Stress mit Artgenossen.

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Freitag, 18. April 2014

Ein noch nicht einmal 10 Monate alter Vater … ???


Der Tod hat für Lebende etwas Bedrohliches, über das man nicht gern spricht, weil man verdrängen möchte, was irgendwann unvermeidlich ist.

Wenn aber in einer Musteranzeige einer wöchentlich erscheinenden Lokalzeitung ein noch nicht einmal 10 Monate altes Baby zum Lebenspartner und Vater gemacht wird, den man nach einem tragischen Unglücksfall auch erst nach ein und einem dreiviertel Jahr betrauert und beisetzt, dann hat der Tod auch etwas Skurriles.
Gefunden im „BLICKPUNKT“ vom 19. April 2014
 
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